Planst du noch, oder lebst du schon? – Der letzte Neuanfang (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Stell dir einmal vor, du hättest schon vor einem Jahr angefangen, jeden Tag eine kleine Sache zu tun, welche dich deinem Ziel näher bringt.

Wo ständest du dann jetzt, bzw. wo könntest du so gesehen in nur einem Jahr sein?

Ziele zu erreichen oder Vorsätze nicht zu brechen scheitert meist nicht an der Planung, sondern an der Umsetzung.

Wir schieben auf, warten auf den nächsten Montag, den 1ten des Monats oder den Neujahrsbeginn, um endlich zu handeln. Oder wir planen so viel, dass die eigene Produktivität darunter leidet.

“Heute kann ich noch Kuchen essen, aber morgen, ja morgen,  fängt die Diät dann wirklich an.“ – “Bald werde ich kündigen und endlich den Schritt wagen, ja bald.“ “Und ebenso werde ich irgendwann einmal die Welt entdecken, nur nicht jetzt, das passt gerade nicht (meinen Traum zu leben..).“ – “Und ja, vielleicht nächstes Mal,  werde ich mich endlich trauen.“

Solche Sätze vermitteln meist den Eindruck, als wolle man etwas nicht genug, obwohl es meist nur an der nötigen Disziplin zur Umsetzung oder der falschen Planung liegt.

Wir denken, dass wir so viel Zeit haben und wir doch alles tun können, was wir wollen. – Aber genau das ist meiner Meinung nach auch der Grund, weshalb wir dann eben doch wieder nichts wirklich tun.

So viele Möglichkeiten; Tauchlehrer in Australien, Surfen in Afrika oder doch lieber online ein Buisness aufbauen und ein Haus am Strand?

>> Man sagt, dass wenn man sich täglich 30 Minuten für einen Zeitraum von 4 Jahren mit einem Thema beschäftigt (ob Podcasts, Bücher, Filme oder sonstiges sei egal), ein Profi in seinem Gebiet wird. Also was wolltest du schon immer einmal werden oder wissen? Bei mir sind es z.B. die Themen Ernährung und Reisen, demnächst kommt die Sprache Spanisch dazu.  😉 <<

Fang also besser noch heute an, um dein Ziel nicht nur irgendwann zu erreichen!

Denn was, wenn es nächstes Jahr wirklich zu spät sein sollte?

Oder positiver gedacht: Stell dir einmal vor, du hättest schon vor einem Jahr angefangen, jeden Tag eine kleine Sache zu tun, welche dich deinem Ziel näher bringt? Wo ständest du dann jetzt, bzw. wo könntest du so gesehen in nur einem Jahr sein?

Folgende Worte solltest du von nun an aus deinem Wortschatz streichen:

Bald.

Irgendwann.

Vielleicht nächstes Mal.

 

Motivation Neuanfang
flickr.com

 

Mein persönlicher Favorit als Helfer im Alltag ist ein Bullet Journal (Ideen dazu findet ihr bei mir auf Pinterest und bei Irina von perks of being a student), in welchem ich meine Ziele aufschreibe und mir auch zeitliche Grenzen setze. Leider wird man nähmlich nur sehr unwahrscheinlich über Nacht reich oder um 30 Kilo leichter.


Viel wichtiger aber: endlich an die Umsetzung wagen!


Hier findest du den Artikel, nachdem es bei mir damals so richtig klick gemacht hat.

Schritt für Schritt zum Neuanfang

  1. Auszeit: Um unbeschwert neu anfangen zu können ist es wichtig, seine alten Probleme zu lösen um sie nicht mitzunehmen. Hierbei kann eine Auszeit hilfreich sein, in welcher du deine Gefühle offen zu lassen kannst und manchmal kann es auch helfen, sich seine Probleme von der Seele zu schreiben. Erhole dich, tank‘ Kraft und mach‘ wonach dir ist. Wenn du weinen musst, dann wein‘. Auch ein Zuhörer kann wahre Wunder wirken (aber wirklich nur Zuhören lassen!)

  2. Finde heraus, was du willst.


  3. Kleine Schritte: Es mag verlockend sein, seinen Lebensstil von heute auf morgen komplett umzukrempeln und ein neues Leben zu starten, aber langsam umzustellen kann ebenso effektiv sein. Da muss man schauen was einem liegt. Beginnen kannst du damit, eine neue Gewohnheit einzuführen, welche du am besten täglich ausübst. – Man sagt, dass nach 21 Tagen eine Aktivität zur Gewohnheit wird und somit unterbewusst der Prozess automatisiert ist. Bestes Beispiel: Zähne putzen. Wer denkt nicht automatisch nach dem Duschen oder vor dem Schlafen daran? Am besten beginnst du mit einer Aktivität über einen Zeitraum von 5-10 Minuten, welchen du nach und nach steigern kannst. Wie wäre es mit Yoga oder Meditation? Schreiben oder Malen? Singen oder spielen?

  4. Neu wie in Neuanfang: Natürlich darf etwas Neues in deinem neuen Leben nicht fehlen! 😉 Wie wäre es mit einem neuen Arbeitsweg, Haarschnitt, vielleicht sogar Wohnung, Beziehung oder Job? Schaue genau, was dich an deinem “alten“ Leben stört und überlege dir, wie du es zu deinen Gunsten verändern kannst. Mehr Inspiration findest in meinem Artikel: “Inspiration im Alltag tanken


  5. Erfolgserlebnisse: Durchhaltevermögen und Disziplin sind meist das größte Problem bei der Umsetzung, weshalb Zwischenziele interessant sein können, um neue Motivation zu bringen. Beispiele für schnelle Erfolgserlebnisse: einen neuen Kurs besuchen, Kurzgeschichten anstatt Romane schreiben ;), alleine einen Wochenendtrip an einen fremden Ort machen, sich zu etwas (kleinen) überwinden; klettern oder über eine Hängebrücke gehen bei Höhenangst oder in den Zoo und ab zu den Terrarien! 😉 Und da kommen wir schon zum nächsten Schritt..:


  6. Ängste verstehen und überwinden: Lass dir nicht einreden, dass du etwas nicht (alleine) schaffst. Nur weil andere etwas nicht tun würden, wie z.B. ihren sicheren Job kündigen, alleine verreisen oder einen ganz neuen Weg einschlagen im Leben, heißt das nicht, dass du das nicht tun solltest. Also sei bereit deinen eigenen Weg zu gehen und vergiss nicht; denn du bist keinem etwas schuldig. Sei dir im Klaren darüber, dass du nicht jeden Trend mitmachen musst, um dazuzugehören.

 

Hast du schon einmal einen Neuanfang gewagt? Wie hat es sich angefühlt und was hat sich seitdem verändert?

 

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Kommentare

  1. Marina Rampino 21. August 2017 at 18:04

    das ist ein sehr schöner Beitrag. Ich habe letztes Jahr einen Neuanfang gestartet und bin aus meiner Heimatstadt ca. 400km weit weg zu meinem Freund gezogen. Doch bei anderen Sachen ertappe ich mich oft wie ich sage „ja, ab morgen“, daran muss definitiv gearbeitet werden 🙂
    Ganz liebe Grüße, Marina

    • Oceanhippie 21. August 2017 at 18:08

      Oh, das mit dem Neustart in einer anderen Stadt kenne ich auch. Komme urspünglich aus Frankfurt, mich hat es aber dann nach Dortmund verschlagen, wo ich meinen Freund aus Düsseldorf kennen lernte mit dem ich nun nach Leipzig gezogen bin 😉 Viele Möglichkeiten für Neuanfänge. Kann richtig befreiend sein!

      Liebe Grüße Lu

  2. Constanze 21. August 2017 at 21:39

    Super Beitrag! Ich finde es auch total wichtig, dass man lieber mit kleinen Schritten anfängt als gar nicht… Oft hat man nur das große Traumziel vor Augen, was einem einfach zu riesig erscheint. Ich habe mich eine Zeit lang sehr davon lähmen lassen und mich deshalb nicht getraut, beruflich und hobbymäßig neue Wege einzuschlagen. Doch mittlerweile habe ich erkannt, dass kleine Schritt einfach immer möglich und tausendmal besser als nichts sind. Sie machen im Endeffekt den Unterschied 🙂

    • Oceanhippie 23. August 2017 at 9:37

      Hallo constanze,
      Freut mich, dass er dir gefällt. Da kann ich dir nur Recht geben. Wünsche dir noch einen schönen Tag.

      Liebste Grüße

  3. perksofbeingastudent 22. August 2017 at 15:03

    Hallo Lu,

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Deine kurze und knackige Schritt-für-Schritt Anleitung ist echt perfekt um den Unsicheren unter uns noch mal so richtig einen Schubs zu geben. Wir können alles schaffen, wenn wir nur wollen. Und so einfach können Träume zu Zielen werden.

    Und natürlich auch vielen vielen Dank fürs verlinken! Ich freue mich sehr darüber, so auf deinen Blog gekommen zu sein, hier werde ich definitiv öfters vorbeischauen! 😉

    Noch einen wunderschönen Tag,
    alles Liebe,
    Irina

    • Oceanhippie 23. August 2017 at 9:26

      Hey Irina,

      ich danke dir 😉 Genau so sehe ich das auch! Es gehört aber auch eine große Portion Mut dazu, das darf man nicht vergessen.

      Gerne doch. Ich hab mich auf Anhieb in deinen Blog verliebt 😮

      Wünsche ich dir auch.
      Liebste Grüße

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  8. magdalenagajewski 28. September 2017 at 15:53

    Schöner Beitrag! Ich habe letztes Jahr endlich (nach 12 Jahren) den Job und die Branche gewechselt. Monatelang habe ich es vor mir her geschoben, dass mir der alte Job keinen Spaß mehr macht, aber dass ich jetzt auch X verschiedenen Gründen gerade nicht kündigen und mich woanders bewerben kann. Als ich es dann doch gewagt habe, wa’rs gar nicht mehr so schwer 😉

    Liebe Grüße
    Magdalena

    • Hey Magdalena,

      freut mich, dass er dir gefällt.
      Darf ich fragen was dein ehemaliger Beruf war und was du heute tust?

      Liebste Grüße

      • magdalenagajewski 18. Oktober 2017 at 8:07

        Hallo Lu,
        na klar darfst du das. Ich habe Fotografin gelernt und dann 12 Jahre lang im Portrait-Bereich gearbeitet. Aber irgendwann kommt dann eben der Moment, an dem du Freitags nicht früh sagen musst, dass du jetzt nach Hause gehen musst, weil du am nächsten Tag wieder arbeiten musst und das gleiche Spiel auch Samstags stattfindet, weil du auf Hochzeiten engagiert bist oder auf anderen Festen unterwegs bist.

        Ich habe mich aber schon immer für den Bereich Marketing und soziale Medien interessiert und hatte das Glück in diesen Bereich wechseln zu können – und das ganz ohne Vitamin B! Jetzt arbeite ich als Marketing Assistentin mit Schwerpunkt Content-Erstellung und Social Media bei einem Softwareunternehmen.

        Aber solche Veränderungen gehen eben nicht von heute auf morgen und ich wusste eben nicht sofort, was ich machen möchte.

        Liebe Grüße
        Magdalena

        • Ocean Hippie 10. November 2017 at 18:27

          Hallo Magdalena,

          tut mir leid für die späte Antwort.

          Wow, dass klingt toll. Ich habe schon immer gerne fotografiert und mir vor kurzem eine Canon EOS 600D zugelegt. Bin gepannt wie ich mich entwickle 😉
          Allerdings kenne ich das mit der Wochenendarbeit auch nur allzu gut. Bei mir war es zwar nur ein Jahr, aber als ehemalige Kellnerin hatte ich eine 6 Tage Woche (nicht mal ein geregelter freier Tag, da durchgehend geöffnet war..) Hobbys und Freunde kamen leider immer zu kurz.

          Freut mich, dass du “so einfach“ in diesen Bereich wechseln konntest.

          Liebste Grüße

  9. Beatrix 6. Oktober 2017 at 11:23

    Hallo Du!
    Ich finde den Artikel sehr gelungen und er setzt genau da an, wo die meisten Menschen stecken bleiben. Interessant, dass du auch das Bullet Journal empfiehlst, denn darüber schreibe ich gerade. Die Wirkkraft dieses kleinen Notizbuches und des Systems von Ryder Carroll ist einfach genial! Keine Ausreden mehr… und damit geht auch diese latente Unzufriedenheit weg;) Danke nochmal für die Nominierung, ich werde es dieses WE angehen!

    • Ocean Hippie 16. Oktober 2017 at 11:32

      Hallo Beatrix,

      freut mich sehr zu lesen, dass dir mein Artikel gefällt.
      Oh, noch so eine Bullet Journal Verrückte 😉 !

      Habe deinen Beitrag gelesen und finde deine Antworten echt toll ♥
      Ich nehme mir übrigens deinen “An die Welt“-Satz zu Herzen und werde versuchen, es umzusetzen.
      Übrigens habe ich deinen Artikel auf bei mir auf Facebook geteilt, ich hoffe das geht so in Ordnung.

      Liebste Grüße
      Lu

  10. Kerstin 16. Oktober 2017 at 21:31

    Ja, es ist total gut, neue Gewohnheiten langsam zu etablieren. Und eben nicht zu viel von sich selbst zu erwarten.

    Denn auch wenn wir ultra motiviert sind für Dies und Jenes, dürfen wir unseren „trägen Teil“ nicht außen vor lassen. Sonst schleicht er sich durch die Hintertür wieder herein ;-D

    Like your blog!

    Herzliche Grüße
    von Kerstin

    :::

    LANA – Laboratorium für Nachhaltigkeit
    http://blog.laboratorium-nachhaltigkeit.de

  11. Pingback: 33 Dinge gegen Weltschmerz – du bist nicht alleine – Ocean Hippie

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